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Über Trachten im Spreewald...
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...und in RadduschIn Raddusch waren bis zum 1. Weltkrieg einige sehr wohlhabende Bauern
ansässig und wohl auch deshalb bevorzugten deren Frauen in ihrer
Tracht etwas Besonderes. Man wollte sich schließlich von der (ärmeren)
Nachbarschaft abgrenzen, und das ging besonders durch möglichst viel
zur Schau getragenem Luxus in der Kleidung. Zeitweilig wurden sogar zwei
Schürzen über den Rock gebunden, dazu holte man sich aus Berlin
( Fa. Herzog - königl.-kaiserl. Hoflieferant) sehr teure Stoffe,
Spitzen und Bänder. Die Radduscher
Haube bestand (wie die Burger Haube) aus 3 Teilen und gehörte
zu den größten Hauben im Spreewald. Sie war bunt gewirkt, bedruckt
oder mit schönen Mustern bestickt. Steifes Papier oder Gaze gaben
der mit Stecknadeln im Haar befestigten Haube gewünschten Halt und
Form. Nur noch sehr wenige Frauen sind gegenwärtig noch in der Lage,
eine solche Haube zu fertigen. Die letzten, die diese Kunst vollständig
beherrschten, waren die Radduscherinen Anna Knappe und Johanna Homfeldt.
In der Radduscher Chronik finden sich noch detailliertere Abhandlungen zur Tracht im Spreewald und in Raddusch; unter Trachtenalbum können Sie sich Fotos in wahlloser Folge aus den letzten 100 Jahren aus Raddusch un Umgebung ansehen. Eine immer größer werdende Sammlung stellt das "Familienalbum" dar, welches von den Radduschern immer weiter komplettiert wird.
Als letzte tagtägliche Trachtenträgerin gilt die 2003 verstorbene Käte Nousch, gebn. Dübsch, die allerdings Terpter Tracht getragen hat. Sorben oder Wenden? Mehr über den in der Lausitz und besonders im Spreewald ansässigen slawischen Volksstamm erfahren Sie unter www.raddusch-spreewald.de! |
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