Kirchgangstracht

 

Die Kirchgangstracht



Goldene Hochzeit 1938 von Friedrich und Christiane Beeß (ehemaliger Dorfschulze von Radusch)

Die Kirchgangstracht war eher weniger einheitlich und ließ den Trägerinnen einen gewissen Spielraum. So kleideten sich z.B. die jüngeren Frauen und Mädchen anders als die älteren. Hinzu kommen noch besondere Trachten bzw Trageweisen zur Passions- und Adventszeit, für Neujahr, für Ostersonntag, für Himmelfahrt, für Totensonntag, für Taufe, für Trauer, zum Abendmahl usw. und natürlich zur Hochzeit, die besonders ausdruckstark war. Die Unterschiede bestanden in der Wahl der Farben: Ältere Frauen trugen grüne oder braune Röcke, das darauf befindliche Seidenband ist mit schwarzer Spitze eingefasst. Die Seidenschürze ist in gedämpften Farben gehalten und vielfach mit schwarzen Spitzen umsäumt. Zum Kirchgang trug man auch die aus Samt und Tuch gehaltene schwarze Polka. Das Halstuch der Mädchen und jüngeren Frauen war überwiegend weiß mit farbiger Stickerei.

Die Halbtrauertracht bestand aus einem grünen Rock mit schmaler schwarzer Spitze.

Radduscher Brautjungfer 1905 (Quelle: Märkische Blätter Nr. 130, 7.6.1910)

Krchgangstracht

Die Radduscherin Ingrid Wassermann in der traditionellen Kirchgangstracht (2008)

 

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