Sonntagstracht

 

Die Sonntagstracht (auch Ausgehtracht, Festtagstracht)


Festtagstracht um 1920 (Anna Krüger)

Die Grundform dieser Tracht beruht auf der "feinen Tracht", wie sie bei Verwandtenbesuchen und bei Fahrten in die Stadt getragen wurde. Daraus entwickelt sich die Sonntagstracht. Getragen wurde sie zu allen feierlichen Anlässen, aber eben manchmal einfach nur an Sonn- und Feiertagen, wenn nicht gerade wegen der anfallenden Arbeiten auf dem Feld oder dem Hof die Alltagstracht getragen wurde.

Als Radduscher Besonderheiten gelten dabei die Bindeform der Haube, der Gürtel, das breite Rockband und die feine weiße Spitze als Rocksaum.

 

In der Radduscher Chronik findet man eine detailierte Abhandlung Radduscher Tracht. Eine bildliche Darstellung der Besonderheiten finden Sie hier.


Radduscher Mädchen (1925)

Wilhelmine Buchan (1917)

Die Haube in ihrer "weichen" Form die bis etwa 1880 üblich war.

Anna Reschke (1931)
Radduscherinnen in Sonntagstracht: Trachtenball 1903 im Gasthaus E. Pötsch (links), rechts eine Aufnahme von 1911.
Das Tragen der Tracht brachte auch für das Radduscher Schneiderhandwerk Brot und Lohn. Noch 1940 waren 5 Schneider im Ort tätig. Der Meister Wilhelm Klauck fertigte sogar für in Amerika lebende Auswanderer Spreewaldtrachten an.
Kontakt | Impressum

Diese Homepage wird vom Bilderdienst Spreewald gesponsert