Die wendische Tracht im Spreewald

 

Über Trachten im Spreewald

Die Farben und ihre Bedeutung


Festtags-, Arbeits- und Kirchgangstrachten beim Radduscher Hafenfest 2004 (s.a. Heimat- und Trachtenverein)

Rot, auch Viloett, Rosa, Berliner Rot Jugend und Freude! Meist junge Frauen und Mädchen trugen die roten Röcke
Grün Der Ernst des Lebens! Besonders in Kriegszeiten, wie dem 1. Weltkrieg, trugen die Frauen "grün", besonders auch dann, wenn es in der Familie Gefallene zu beklagen gab. Ein schwarzer Besatz stand für Halbtrauer (kirchliche Ereignisse wie z.B. Konfirmation)
Schwarz Die hohe Festlichkeit! Schwarz war allen besonderen Anlässen vorbehalten. Bei Hochzeit, Taufen, Jubiläen und Trauer wurden diese Röcke getragen, meist auch kombiniert mit schwarzen Tüchern, Jacken und Hauben. Manchmal wurden dazu auch einfache weiße Tücher ohne Stickereien getragen.
Blau Die Arbeitstracht war meist blau gehalten, aber hier überwog ohnhehin mehr die Zweckmäßigkeit, so dass auch andere dunkle Farben miteinander kombiniert wurden. Beliebt waren auch bedruckte Schürzen (Blaudruck).

Die in vielen anderen Spreewaldorten über die Schürze getragenen bunten Schleifen wiesen oft auf den sozialen Status ihrer Trägerin hin. In Raddusch dagegen trug die Frau bestickte und oft auch mit Perlen besetzte Gürtel - ein Hinweis auf den ehemaligen Reichtum des Ortes, womit man sich auch deutlich von den anderen (ärmeren) Orten absetzen wollte.

In der Radduscher Chronik finden sich noch weitere Abhandlungen zur Tracht im Spreewald und in Raddusch.

 
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