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Anna Knappe entstammte der kleinbäuerlichen Wirtschaft Kloas.
Ihre Großmutter soll die letzte Mützenmacherin von Raddusch
gewesen sein, deshalb wohl auch die spätere Hinwendung zu den
Radduscher Trachten. Schon als junges Mädchen trug sie -wie
alle anderen auch- täglich die wendische Tracht.
Am 17.01.1917 heiratete sie den Schrankenwärter Paul Knappe.
Sie gebar 2 Söhne und nahm 1936 noch ein kleines Mädchen
in Pflege. beide Söhne und auch ihr Mann überlebten den
2. Weltkrieg nicht. Trotz dieser schweren Schicksalsschläge
blieb sie offen, freundlich und hilfsbereit, sie war für jedermann
da.
Anna widmete sich nun noch stärker dem Sticken von Hals- und
Kopftüchern und dem Nähen von Blusen und Schürzen.
Von der alten Haubenbinderin Karoline Worreschk erlernte sie deren
Handwerk und war nun als eine der wenigen in der Lage, diese Hauben
herzustellen.
Als der letzte Trachtenschneider verstarb, übernahm sie auch
das Nähen der Röcke.
Mit dem allgemeinem Rückgang des Tragens von Trachten in Raddusch
und im Spreewald nutzte Sie ihre Nähkünste, um Trachtenpuppen
anzufertigen.
1971 machte sie ihren einzigen Urlaub, sie fuhr in Tracht(!) nach
Oberhof in ein FDGB-Heim und sorgte damit dort für ein gewisses
Aufsehen.
Am 15. November 1979 verstarb sie im Alter von 84 Jahren in Raddusch.
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